| SSTV / FAX - NEWS 7-99 |
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zusammengestellt von Klaus Kramer, DL4KCK |
Stoffsammlung für TV-AMATEUR 113
Ein erster Erfahrungsbericht mit dem Kenwood VC-H1
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1. Die mehrsprachige Bedienungsanleitung ist leider winzig klein
gedruckt und kaum lesbar, am Besten hilft eine 200-prozentige
Vergrößerung des deutschen Teils Seite für Seite...
2. Es ist kein Stecker-Netzgerät dabei (Sonderzubehör), für die
Batteriebuchse (6V plus/minus 10 Prozent) braucht man einen
Spezial-Koaxstecker. Das Datenkabel und das Kenwood-Programm zur
Steuerung des VC-H1 per Computer sind ebenfalls kostenpflichtiges
Sonderzubehör. Das Verbindungskabel zu einem kompatiblen Kenwood-
Handfunkgerät mit 2,5- und 3,5mm-Buchse liegt bei, es kann auf ca.
2m Länge gezogen werden (empfehlenswert, um den Störträgern im
Nahbereich des SSTV-Konverters auszuweichen...).
3. Als interne Stromquelle gehen nur 1,5 Volt-Batterien, 1,2-Volt-
Akkus sind nicht brauchbar! Bei nicht mehr frischen Zellen setzt
die automatische Mode-Erkennung bereits aus, bevor ein Fehler
angezeigt wird.
4. Die drehbar aufgesetzte NTSC-Miniatur-Kamera ist sehr empfindlich,
bei Sonnenlicht ist sie schnell uebersteuert (evtl. dunkles
Sonnenbrillenglas davorsetzen, die Farbautomatik korrigiert das
langsam aus). Als externe Videoquelle statt der abnehmbaren Kamera
kann nur ein echtes NTSC-Farb-Signal dienen, das gilt auch für den
Videoausgang.
5. Der Toneingang braucht recht viel Audio-Pegel, um die automatische
Mode-Erkennung per VIS-Code zu aktivieren (wird mit LED-Farbwechsel
angezeigt). Die Mithörfunktion im eingebauten Lautsprecher ist
praktisch, erst nach Erkennnung des VIS-Vorspanns wird wahlweise
stummgeschaltet. Die Kopfzeilen der ankommenden SSTV-Bilder
(mit Rufzeichen, Versionsnummer etc.) sind im 1,8-Zoll-LCD-Display
nicht zu sehen, deshalb sollte möglichst immer am Fuß eines
gesendeten Bildes das Absenderrufzeichen stehen, und zwar mit recht
großen Fonts (nicht jeder Empfänger hat einen 17-Zoll-Monitor vor
sich)! Im VC-H1 können so max. 8 Zeichen als Sender-Kennung
gespeichert und automatisch eingeblendet werden.
6. Nach dem Einschalten des VC-H1 ist als Sendemodus immer "Robot36"
aktiv, erst nach erfolgreichem Empfang z.B. eines "Martin1"-Bildes
gilt dieser neue Modus auch sendeseitig bis zum Ausschalten oder ein
anderer empfangener Modus (es sei denn, die externe Computersteuerung
ist aktiviert). Insgesamt werden 8 vorwiegend in den USA gebräuchliche
Farb-SSTV-Modi per VIS-Code erkannt und benutzt. Der neue "Fast-FM"-
Modus braucht ca. 7 KHz NF-Bandbreite und ist nur mit einigen
speziellen Kenwood-FM-Transceivern machbar.
Gesamteindruck: für extreme Portabel-Standorte ist das Gerät ideal
klein, auch im Notfunk-Einsatz überlegenswert. Als Haupt-SSTV-Station
im heimischen Shack würde ich es nicht empfehlen, da dann zu viele
Kompromisse (z.B. betreffs Bildgröße) zu machen sind.
Klaus, DL4KCK

MIR-SSTV zweiter Teil
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Seit dem 29.5.99 sendet die MIR wieder SSTV-Bilder zur Erde, und zwar
im Farb-Modus Robot36 auf 145,985 MHz. Seit Ende März war der Betrieb
der SSTV-Anlage wegen technischer Probleme eingestellt worden, aber
der dann erhoffte Umzug in das große Hauptmodul mit der Zweiband-
Antenne scheiterte an Platzmangel dort. Nun bleibt es bei der alten
Regelung, vorwiegend am Wochenende statt PR-Mailbox-Betrieb
Slow-Scan-TV auf 2m zu machen.
(nach einer Meldung von WF1F)

MIR-Ende ab August 99 absehbar
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Die jetzige MIR-Besatzung wird die russische Raumstation im August
verlassen, die dann unbemannt weiterkreist und Anfang kommenden Jahres
in der Athmosphäre verglüht. Die bis zuletzt optimistischen Vertreter
der Raumfahrtagentur RSA haben vergeblich auf private Sponsoren für
den weiteren Betrieb der MIR gehofft, denn die russische Regierung
will kein Geld mehr für die 13 Jahre alte Station geben. Eine der
letzten Aufgaben der MIR-Crew wird sein, einen neuen Computer für die
Fernsteuerung der Raumstation zu installieren. Wenn die Umlaufbahn
später allmählich auf ca. 200 km Höhe gesunken ist, wird die
Bodenkontrolle ein Kommando zum gezielten Absturz in die tieferen
Luftschichten geben, möglicherweise im Februar oder März 2000.
(nach einer AP-Meldung)
US-Amateure eingeschränkt
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Die verstärkten Bemühungen der US-Fernmeldebehörde FCC, negative
Erscheinungen auf den Amateurfunkbändern zurückzudrängen, richten
sich jetzt auch gegen Slow-Scan-Amateure. Der Sonderbeauftragte K4ZDH
forderte schriftlich von KJ7QP, seinen SSTV-Betrieb auf den 20 m-
Sektor 14228 - 14232 KHz zu begrenzen (also praktisch auf eine
einzige Frequenz), weil dies dem vereinbarten Bandplan entspreche.
Beschwert hatte sich offenbar eine Phonie-Runde (Indexa-Net) auf
14236 KHz, einer in IARU-Region 1 stark benutzten SSTV-QRG! Hier
wurde der dank vieler Computer-Programme wesentlich erhöhten
Slow-Scan-Aktivität Rechnung getragen und der empfohlene 20 m-
Betriebssektor auf den gesamten Phonie-Bereich erweitert. Dabei
haben sich aus praktischen Gründen 3 KHz-Abstände zwischen
laufenden SSTV-Runden ergeben, also 14230/14233/14236 KHz etc.
Ob sich dies noch nicht nach den USA herumgesprochen hat, wo die
PC-Dichte wesentlich höher ist als z.B. in Europa?
Uebrigens will K4ZDH von der FCC genauso einschreiten, wenn ein
Phonie-Netz die bandplanmässige SSTV-Frequenz 14230 KHz stören
sollte (sie als "subband" zu bezeichnen, ist wohl leicht
übertrieben und nur mit CW-Ohren erklärbar, aber drüben hält
man ja auch SSTV fuer eine digitale Betriebsart/DL4KCK)...
(nach einer AR-Newsline-Meldung)
OE1XUC in Wien qrv!
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Seit einigen Wochen ist das neue Sonderbetriebsarten-Relais
(FAX und SSTV) OE1XUC in Wien qrv. Frequenz: Kanal R78 mit üblicher
Relaisablage auf 70 cm. Standort ist das Hochhaus am Matzleinsdorfer
Platz (vy tnx an den Standort-Eigner H. Deutsch). Herzlichen Dank an
den Erbauer und Betreiber OM Krysztof, OE1KDA, er freut sich auf
Empfangsrapporte! Wir hoffen, daß das Relais zur Belebung der
Sonderbetriebsarten im Raum Wien beiträgt. Viel Vergnügen!
(aus "qsp" 5/99 von OE1TKW)
Programmierbarer DTMF-Controller
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Der DTMF-Controller DTMF-8 von FL-electronic kann zur Fernsteuerung
der Transceiver der Reihe IC-706, des SSTV-Konverters TSC-70P und
für andere Fernsteuer-Anwendungen eingesetzt werden. Die Software
zur Steuerung des TSC-70P unterstützt z.B. den Abruf von Live-SSTV-
Bildern in 6 verschiedenen SSTV-Modi von bis zu 5 umschaltbaren
Videoquellen, eine SSTV-Repeaterfunktion sowie die Ausgabe des
Rufzeichens und der Schaltzustände in Telegrafie. Der Zugang zu
diesen Funktionen wird durch eine PIN geschützt. Nicht nur für FM-
und ATV-Relais könnte dies wohl eine interessante Ergänzung
darstellen. Auf der HAM-RADIO in Halle 10 am Stand 92 wird das Gerät
erstmals vorgestellt.
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