ATV - NEWS 09-97      
         zusammengestellt von Manfred May, DJ1KF  


Stoffsammlung fuer das CQDL

Rubrik: MONITOR

   
  
  
  
  
  
  
 

10 GHz-ATV-Weltrekord
Am 3. Mai 1997 vor Sonnenuntergang haben Serge   
Riviere, F1JSR/p, und  
Michel Vonlanthen, EA5/HB9AFO/p ihren 10 GHz-ATV Reichweiten Weltrekord   
nach einjaehriger Vorbereitungszeit auf 701 km erhoeht!
Die Verbindung geschah quer ueber das Mittelmeer zwischen dem Berg  
"Caume" (JN23WE) bei Toulon, Frankreich, in einer Hoehe von ca.   
800 m ue. NN und dem Berg "Rates" (IM98XR) bei Alicante, Spanien, in   
einer Hoehe von etwa 900 m. Auf beiden Seiten wurden Farbsignale bis zu P5  
mit starkem QSB empfangen, das auf wechselnde Wetterbedingungen auf  
der Strecke zurueckzufuehren ist; 445 km davon lagen jeweils hinter dem  
Horizont.  
Serge, F1JSR, arbeitete mit 110 W Leistung an einem 24 Zoll Offset-  
Parabolspiegel, und Michel, HB9AFO, mit 1 Watt an einem 40 Zoll   
Primaerfocus-Parabolspiegel und mit einem Schmalband-ATV Empfaenger.  
Das Rekord-QSO gelang erst nach drei Tagen mit vergeblichen Versuchen;  
die Sprechverbindung zur Koordination geschah auf dem 80- und dem 40-m-  
Band sowie auf 2m, wenn es ging.  
Der Erfolg dieser Expedition kann an mindestens vier   
Bedingungen festgemacht werden:  
- die Ausruestung wurde in den Monaten vorher ausfuehrlich getestet, und  
  beide Teams kannten genau die Frequenz und die Richtung der   
  Gegenstation.   
  Das ist die Grundvoraussetzung fuer UEberhorizont Verbindungen  
- vor der Expedition halfen Jean-Pierre Mutero, F1AAM, und sein Sohn  
  Lionel bei der peinlich genauen Vorbereitung der Kontakte durch   
  Phonie- Skeds, Pfadbestimmung und Berechnung von Richtung und   
  Entfernung usw.  
- an beiden Teams wurden Funkamateure vor Ort beteiligt: bei F1JSR  
  halfen HB9DLH mit ATV- und Phonie-Verbindungen und F1CH mit   
  oertlicher Unterstuetzung bei der Suche nach hochgelegenen Punkten;
  bei HB9AFO halfen HB9ADJ mit Sprechverbindungen auf 144 
Mhz und F6GBQ auf   
  40 und 80 m sowie 1200 und 2300 Mhz, EA5DFV mit Hilfe vor Ort bei der   
  Suche nach hohen Standorten und F6BCF bei der Ortsbestimmung mit GPS.   
- natuerlich nutzten uns auch die guten Ausbreitungsbedingungen und das  
  gute Wetter.  
Eine besondere Erwaehnung verdient Remy, HB9DLH, der mit seinen 72  
Jahren nicht zoegerte, Serge, F1JSR, auf dieser koerperlich anstrengenden  
Expedition zu begleiten. Dabei waren drei Generationen vertreten:  
HB9DLH, HB9AFO und F1JSR!
  
Das zweite Ziel dieser Expedition war, den OM vor Ort eine Gelegenheit  
zu bieten, ATV-Verbindungen auf 10 und 24 Ghz herzustellen. Verschiedene  
Teams stiegen auf Berggipfel, um uns in Frankreich zu arbeiten:   
F1EYB, F1UNA, F5AD/F1FCO, F5CAU/F6BVA, F5DCB, F6EOE, F6FAT, 
HB9RXV 
und EA5YB in Spanien.  
Die Vorbereitung dieser Expedition erfolgte auch via   
Internet auf der   
"SWISS ATV" Homepage 
http://www.cmo.ch/swissatv  
Michel Vonlanthen, HB9AFO  
SWISS ATV, PO Box 301, CH-1024 Ecublens, Schweiz  
  
 

Scanner AR-5000 als FM-ATV-RX
Wolfgang, DL2RDH, hat festgestellt, dass sich am  10,7MHzAusgang des 2.ZF-  
Verstaerkers problemlos ein modifizierter FM-ATV-Demodulator anschliessen   
laesst, ohne in das Geraet eingreifen zu muessen. Damit kann man die ATV-  
Aktivitaeten auf dem 23- und 13cm Band verfolgen. Bausaetze fuer den   
Demodulator gibt es bei den einschlaegigen ATV-Versandhaendlern.  
(Manfred, DJ1KF)  
  
  
  
 

Monitoring als Alternative zur Vernetzung
ATV-Umsetzer haben jeweils eine oder mehrere Ein- und Ausgaben, 
die auf verschiedenen Baendern liegen koennen und die jeweils  
koordiniert werden muessen.  
In verschiedenen Regionen besteht der Wunsch, die Relais miteinander zu   
vernetzen. Eine Arbeitsgruppe von V/U/S-Referat und AGAF erarbeitet zur  
Zeit Vorschlaege fuer eine geeignete Bandplanung.  
Bei einer echten Vernetzung kann ein entfernter Umsetzer ueber einen   
Einstiegsumsetzer eingeschaltet werden, ohne dass vorher ein Kontakt zu der   
entsprechenden Usergruppe hergestellt wird. Dabei koennte es zu   
Rivalitaeten kommen, selbst wenn im Nutzerkonzept festgelegt wird, ob die   
Vernetzung oder der lokale Betrieb Vorrang hat.  
  
Ein Ausweg bietet die Betriebsart Monitoring. Unabhaengig von den   
koordinierten Ein- und Ausgabekanaelen werden bei den ATV Umsetzern   
zusaetzliche Empfangseinrichtungen fuer die Ausgaben der Nachbarumsetzer   
installiert. Auf Wunsch kann man dann als Bild-im-Bild oder als Vollbild   
die Aktivitaeten auf den Nachbarumsetzern verfolgen, ohne in deren   
Betriebsgeschehen einzugreifen. Falls der Nachbarumsetzer ebenso   
ausgeruestet ist, wird mit dieser Konfiguration kollosionsfrei   
Duplexbetrieb ermoeglicht.  
(Manfred, DJ1KF)  
   
 
  
 

Ergänzungen :Gegendarstellungen  
Zum Beitrag von DF5DP in CQ 
DL 8/97  
 
Gegendarstellung Nr. 1 von DC6MR: 
 
An CQDL, Rubrik "Dialog" und TV-AMATEUR  
  
Zu dem Editorial im CQDL 8/97 S. 596 und dem Artikel  auf  S.624,  
beide von Norbert Notthoff, DF5DP,   
erlaube ich mir folgende Anmerkungen bzw. Richtigstellungen.  
  
a. zu  Seite 626, mittlere Spalte "Wir haben hier so ziemlich die einzige  
Stelle, wo in einem Bandplan zwei Betriebsarten auf dieselbe Frequenz gelegt wurden,  
waehrend man sonst immer peinlich genau darauf geachtet hat, dass Stoerungen durch Entkopplung der 
benutzten Frequenzen vermieden werden."  
Diese Aussage ist falsch. Richtig ist:   
  
Das UKW-Referat hat 1972, gegen alle Warnungen, vor auftretenden  
Stoerungen, zwischen dem nach IARU-Bandplan auf dem 430 MHz-Band eingetragenem ATV,  
das 7,6 Mhz-Frequenzkonzept eines Fonie-Relais aus der Schweiz fuer DL durchgesetzt,  
dessen Stoerungen beim ATV-Betrieb bis heute andauern, obwohl  
Frequenzvorschlaege vorlagen, die das stoerfreie Nebeneinander garantierten.  
  
2. Als der Satellitenfunkbereich auf dem 430 MHz-Band eingetragen wurde,  
war bekannt, dass in diesem Band laut IARU-Bandplan ATV eingetragen ist,  
und auch von dieser Betriebsart benutzt wird. Es musste also mit laufenden  
ATV-Aktivitaeten gerechnet werden. Die seinerzeit von den Satelliten-  
Konstrukteuren geaeusserte Hoffnung, dass die ATV-Nutzer den Amateurfunk-  
Betrieb mit ATV einstellen, oder auf die hoeheren, nur sekundaer  
zugewiesenen Baender verlagern, hat sich aus den gleichen Gruenden,  
 - die auch die Satelliten-Freunde veranlassten, sich hier zu etablieren,-   
als truegerisch erwiesen.  
  
3. Wenn durch die oben angesprochene Fehlplanung des UKW-Referats der ATV-  
Betrieb auf dem 430 MHz-Band durch Stoerungen von betraechtlichem Ausmass  
erschwert wird, so findet immer noch eine grosse Zahl von Funkamateuren  
Spass und Freude daran, Amateurfunk im ATV-Direkt-Betrieb oder ueber ATV-  
Relais und durch ATV-Konteste auf diesem Band durchzufuehren.  
  
b. Im naechsten Absatz ... "Die IRAU-
Konferenz 1981 wollte deshalb auch  
beschliessen, dass ATV auf hoehere Frequenzen zu verlegen sei."  
Diese Aussage ist falsch. Richtig ist:  
  
1. Die IARU-Konferenz 1981 (Brighton) hat beschlossen:   
"in view of the future satellite use of the 432 MHz band it is recommended  
that amateur television should move to higher bands during the coming  
years"  
  
2. Der DARC hat zu der IARU-Region-1-VHF-Working-Group Konferenz Wien 1986  
einen Antrag auf ersatzlose Streichung der Brighton-Fussnote eingebracht.  
Da dieser Antrag aber nicht zur Abstimmung kam, wurde vom DARC auf der  
IARU-Region-1-Konferenz 1987 in Noordwijkerhout dieser Antrag erneut  
gestellt. Zwar unterlag der DARC, aber die Brighton-Fussnote wurde   
gestrichen.    
  
c. Zu Seite 627 mittlere Spalte:   
"Leider ist in diesem Zusammenhang aber auch von einem sehr negativen  
Ereignis zu berichten: Auf der HAM RADIO 1997 hatte jemand in einer  
deutlichen Kompetenzueberschreitung seine Vorstellungen von umfassender  
Frequenzplanung in DL ausgehaengt und dabei kurzerhand den internationalen  
Satellitenbereich im 13-cm-Band anderweitig verplant. Dieser Vorgang hat  
die AMSAT auf das Aeusserste alarmiert, zeigt er doch, dass es in DL Planer  
gibt, die dem Satellitenfunk de facto das Existenzrecht absprechen."  
  
Diese Aussage ist falsch und psychosomatisch uebertrieben.  
  
Richtig ist:
  
1. Hier haben OMs aus dem VUS-Referat  in Zusammenarbeit mit dem   
2. Vorsitzenden der AGAF versucht, auf dem 2300 MHz-Band und den  
sich DL-weit zuspitzenden Kollisionen mit den Primaer-Nutzern eine Loesung  
zu finden.  
(Meldungen ueber solche Kollisionen liegen vor aus:  
Goettingen, Berlin, Muenchen, Frankfurt, usw.)  
Diese Loesung sah vor,  
(uebrigens mir als DARC-ATV-Sachbearbeiter von Herrn Reuter, FTZ, bereits  
1991 vorgeschlagen)  
im Bereich 2400-2450 MHz einen ATV-Kanal unterzubringen.   
  
Diese 50 MHz sind zwar nach IARU fuer Space vorgesehen, aber bis jetzt und  
in weiterer Zukunft nur zu wenigen 100 KHz genutzt, und ein weiteres  
Freihalten ist hier, angesichts der explosionsartigen Zunahme von LPDs,  
aehnlich wie auf 70 cm, nicht mehr vertretbar.  
  
d. Zu Seite 624 mittlere Spalte:   
"Der DARC... hat 6 x jaehrlich 150 000.-DM bereitgestellt. Damit hat jedes  
DARC-Mitglied insgesamt den Gegenwert einer Pizza in die Zukunft des  
Amateurfunks investiert, ..."  
   
Hier laesst DF5DP jede Sachlichkeit der Information vermissen.  
Warum so schamhaft mit Milchmaedchenrechnungen rumdrucksen?  
Nachgerechnet (9000000 DM: 50000 Mitglieder = 18.-DM) und   
scherzhaft nachgefragt. In welch ueberteuertem Laden kauft DF5DP seine  
Pizza? Hier kostet sowas 6-12 DM und nicht 18.-DM.   
  
Mit vy 73 von einem DARC-Mitglied, der mindestens eine ueberteuerte Pizza   
in die "Zukunft" des Amateurfunks investiert hat.   
  
Heinz Venhaus, DC6MR   
  
 

Gegendarstellung Nr. 2 von DL4KCK: abgesehen von DF5DPs trotz gegenteiliger Beteuerungen immer wieder durchschlagenden Anti-ATV-Haltung (im Abschnitt 13cm, S. 627, geht es ohne deutliche Nennung auch gegen ATV) moechte ich auf eine falsche Behauptung naeher eingehen: CQ DL 8/97, S.626, mittlere Spalte: "Wir haben hier so ziemlich die einzige Stelle, wo in einem Bandplan zwei Betriebsarten auf dieselbe Frequenz gelegt wurden, waehrend man sonst i m m e r peinlich darauf geachtet hat, dass Stoerungen durch Entkopplung der benutzten Frequenzen vermieden werden" (gemeint ist die im DARC-Bandplan unkenntliche gemeinsame Nutzung des Bereichs 435 - 438 MHz durch Breitband- Amateurfernsehen seit den fuenfziger Jahren und durch AFU- Satelliten in neuerer Zeit). Die Bandplan-Eintragung unter "Nutzung" bei 434,250 MHz lautet "ATV-Bildtraeger" und laesst weder das dazugehoerige untere Restseitenband von 433,000 bis 434,250 MHz noch das obere Seitenband von 434,250 bis 439,250 MHz erkennen (bei FM-ATV-Segmenten ist man deutlicher...). 1. Gegenbeispiel: Unbedarfte Schmalband-Spezialisten im damaligen BuS-Referat sahen offenbar kein Problem darin, beim Aufkommen von Packet Radio die ersten Digipeater mitten ins untere ATV- Restseitenband bei 433,7 MHz hinein zu planen; mit der Folge, dass viele ATV-Leute wegen der dadurch erzeugten heftigen Bildstoerungen das Handtuch warfen - der erste Schritt zur Raeumung des 70cm-ISM- Bereichs...
2. Beispiel fuer bewusste Kollisionsplanung sind die nach wie vor   
beibehaltenen IARU-Anruf- und Arbeitsfrequenzen fuer SSTV und FAX   
in den KW-AFU-Baendern mitten im Phonie-Kontest-Arbeitsfeld -   
bei RTTY und PR war man schlauer und schuf eigene Segmente   
dafuer zur "Entkopplung"; alles nur eine Frage der Lobby? Fuer   
SSTV-Freunde ist schon unter der Woche kaum ungestoerter   
Bildaustausch moeglich; an den immer zahlreicheren   
Kontestwochenenden siegt regelmaessig die Punktehatz ueber den   
Ham Spirit, und hoffnungsvolle SSTV-Newcomer wie auch alte Hasen   
werden ins Internet vergrault, wo die Bilder nicht von Ignoranten   
zerhackt werden koennen. Dazu faellt mir das beruehmte Zitat  
eines angeblichen BMPT-Mitarbeiters ein: "...den Amateurfunk  
von innen verrotten lassen..."  
   
Eine moderne und nicht so zerstoererische Version der   
gleichzeitigen Mehrfach-Nutzung eines Frequenzbereichs ist die   
Betriebsart SS, "Spread Spectrum", die von US-Funkamateuren   
bereits genutzt werden darf (und vom Militaer schon lange   
eingesetzt wird, ohne dass die "darunter" arbeitenden OM etwas   
ahnen). In der Internet-Newsgroup "rec.radio.amateur.policy"   
fand ich dazu einen Text, den ich anschliessend in meiner freien  
Uebersetzung einspiele unter "Spread Spectrum - Mehrfachnutzung".  
   
   
VY 73 Klaus, DL4KCK @ DB0WDR  
  
 

Spread Spectrum - Mehrfachnutzung
 
Liebe Funkfreunde,
  
hier folgt meine Uebersetzung aus der Internet-Newsgroup   
"rec.radio.amateur.policy"; ausfuehrliche Infos zu "Spread   
Spectrum" findet man im Internet unter 
http://www.tapr.org.  
   
"Robert I. Wexelbaum schrieb: > Ein Vorteil von "SS" waere, wenn  
der Pseudo-Zufalls-Code unbekannt ist, dass damit ein Signal  
sicher verschluesselt und fuer Unbefugte unlesbar ist. Das ist  
fuer Funkamateure aber kein Vorteil, denn sie duerfen laut  
Gesetz keine geheime Verschluesselung benutzen.  
WA6VSE antwortete: "Spread Spectrum" benutzt PN-Sequenzen und  
amdere wohlbekannte Algorhythmen, die in keiner Weise  
kryptografisch sicher sind. Ihr Zweck ist, die Kanalkapazitaet  
zu erhoehen und das Signal zu verarbeiten, aehnlich wie das  
Komprimieren von Dateisaetzen vor der Uebertragung - fuer einen  
zufaelligen Beobachter der Frequenz wird es unlesbar, aber es  
ist keine "Verschluesselung" im Sinne von "Verbergen des  
Inhalts".  
R.I.Wexelbaum: > Manche Leute wollen nicht so viel Geld in ihr  
Hobby stecken, einige koennen es sich gar nicht leisten.  
WA6VSE: "Spread Spectrum" ist nicht automatisch teurer, weil es  
kompliziert ist. Durch moderne Hochintegrationstechnik wurde es  
zur Konsumware, Funktelefonpaerchen mit zwei vollstaendigen  
Sende-Empfaengern kosten weniger als 200 Dollar. Die Leute, die  
jammern, es waere zu teuer, haben einfach keine Ahnung.  
R.I.Wexelbaum: > Ich kenne viele OM, die in den 50er-Jahren den  
Funkbetrieb einstellten, als SSB aufkam. Sie zogen Phonie dem  
Morsen vor, wollten aber nichts fuer SSB-Geraete ausgeben oder  
gar selbst bauen. Sie fuehlten sich uebergangen, als ihre AM-  
Sender veralteten, und sie wollten auch nicht nur mit AM-Fans   
sprechen. Deshalb gaben sie das Hobby auf.  
WA6VSE: Die meisten Meckereien von AM-Leuten gegen SSB waren  
eine andere Seite der Medaille "CW forever"; die "religioesen  
Eiferer" wollten den Fortschritt nicht akzeptieren - ich meine,  
der Amateurfunk kommt ohne diese Typen besser klar, die nur den  
Fortschritt aufhalten und jene behindern, die sich an unsere  
gesetzlichen Auflagen halten (Stand der Technik, auch in DL -  
oder habe ich den diesjaehrigen Loeschfunkensender-Kontest  
uebersehen?/DL4KCK).  
R.I.Wexelbaum: > Die meisten OM wuerden keine Spread Spectrum-  
Geraete bauen, sondern diese oder zumindest die VLSI-Chips   
kaufen.  
WA6VSE: Dummerweise bauen die meisten OM heute kaum noch etwas   
- vielleicht sollten wir die Benutzung von Kaufgeraeten  
verbieten? (nicht ernstgemeint, aber das wuerde die foerdern,  
die echtes Interesse am Lernen und Basteln haben, und einigen  
unserer Auflagen entsprechen. Denen, die behaupten, das wuerde  
unsere Anzahl verringern, moechte ich sagen: da bin ich nicht  
so sicher...)  
R.I.Wexelbaum: > Wenn Spread Spectrum von vielen genutzt wird,  
koennte es das traditionelle CW und sogar SSB so veralten  
lassen wie 5 Zoll-Floppydisks, 8-Spur-Tonkassetten und Beta-  
Videokassetten.   
WA6VSE: CW ist schon veralteter als 8 Zoll-Floppydisks und 10   
MB-Festplatten - die meisten OM sind so weit zurueckgeblieben,  
dass sie nichts mehr von der Realitaet mitbekommen.  
R.I.Wexelbaum: > Der Graben zwischen den Amateurfunk-  
Traditionalisten und den Funk-Technikern wird immer breiter...  
WA6VSE: Nein - was breiter wird, ist der Graben zwischen den  
Technikern und denen, die sagen: "Es ist nur ein Hobby, ich  
will nur quatschen, morsen, DXen und an Wettbewerben teilnehmen  
mit einer Japan-Muehle, von deren Innereien ich keine Ahnung  
habe." Und das wird die Mehrheit wegen unzulaenglicher  
Pruefungs-Inhalte, der Kontest-Foerderung und dem Bestehen der  
ARRL und der CW-Lobby auf dem Einfrieren des AFU auf dem Stand  
der 50er-Jahre.  
Carl, WA6VSE"  
   
   
VY 73 Klaus, DL4KCK @ DB0WDR  
  
  
 

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