
Stoffsammlung fuer das CQDL Rubrik: MONITOR Neue zusätzliche Digitalbereiche im 70cm-Band Die Zahl der verfügbaren Kanäle im 70cm-Band für feste Funkstellen ist durch die IARU-Festschreibung auf das 12,5 KHz-Raster praktisch verdoppelt worden. Damit sollte auf Jahre hinaus der Frequenzbedarf für FM-Umsetzer, Digis usw. zu decken sein. Trotzdem bestehen einige darauf, bereits jetzt mit der Belegung neuer Teilbereiche für digitale Betriebsarten (z.B. PR) unter Benutzung bisher nicht üblicher Ablagen zu beginnen: 430,400-430,575 + 9,4MHz = 439,800-439,975MHz und 434,790-435,00 + 4,8MHz = 439,590-439,800 MHz. Diese Bereiche werden bisher entweder für ATV oder als FM-Simplex-Kanäle genutzt. Der AR des DARC's hatte in Laatzen zwar mehrheitlich diese neuen Segmente gebilligt, aber unter dem Vorbehalt, dass Gebiete mit ATV- Benutzung ausgeklammert werden sollten. Um diese ATV-Schutzzonen sicherzustellen, muss jetzt jeweils in den betroffenen Distrikten geprüft werden, ob die vorliegenden Anträge mit lokaler ATV-Aktivität oder bestehenden ATV-Umsetzern kollidieren. In diesen Fällen ist bei der Befürwortung ein Vorbehalt auszusprechen, daß die Antragsteller bei Kollisionen mit ATV die Leistung oder Abstrahlung anpassen, bzw. den Betrieb ggf. einstellen müssen. Unabhängig von möglichen Störungen von ATV reduziert die Belegung mit diesen Funkstellen das Band um ueber 60 Kanaele, die danach nicht mehr für den FM-Direktverkehr und als OV-Kanäle zur Verfügung stehen. Zudem wird es erforderlich, neue Geräte zu entwickeln, die diese Sonderablagen verarbeiten können. Es ist zu fragen, ob diese Entwicklung sinnvoll ist und ob man nicht besser freiwillig auf neue Belegungen verzichtet. Falls dieser Trend nicht gestoppt werden kann, wird der Amateurfunk der Zukunft wohl nur noch über feste Funkstellen abgewickelt werden können. (Manfred, DJ1KF) *-* ATV in Mecklenburg ((( Hinweis: ein passendes Foto soll vom Autor nachgereicht werden.))) Im August 1995 waren wir im Schülerfreizeitheim Alt Jabel bei Ludwigslust und haben mit großem Interesse einem Vortrag zum Thema ATV von 70cm bis 10GHz verfolgt. Da wir uns vorher wenig mit dieser Thematik befaßt hatten, waren wir überrascht zu hören, mit welch relativ einfachen Mitteln ATV auch auf 10GHz zu machen ist. Vorab wollten wir einige Versuche auf 23cm machen, da wir schon einen SAT-Empfänger für den Portabeleinsatz vorbereitet hatten. Mit einer Schuster-Basisbandaufbereitung und DJ4PN 23cm-Sender machten wir die ersten Versuche über eine Entfernung von 5 Km, die uns stark motivierten. Eine zweite Gruppe um DB2OQ (X47) befaßt sich mit dem Bau eines ATV-Relais. Inzwischen hat aber in Schwerin die Gruppe um DG3SWA ein ATV-Relais auf dem Funkturm in Schwerin erfolgreich getestet. Wir konnten das Relais hier in Polz an einem günstigen Standort - einer alten Windmühle, die heute als Gaststätte betrieben wird - bereits beim ersten Versuch mit B3 empfangen. Zu dem Betreiber dieser Einrichtung haben wir eine sehr gute Beziehung und dürfen den obersten Boden für unsere ATV- Versuche nutzen. Um für die interessante und schöne Betriebsart ATV weitere "Mitmacher" zu finden, wollen wir - ausgehend von "unserer" Mühle - in diesem Jahr mehrere Veranstaltungen organisieren. Am 01. Februar haben wir unser Grünkohlessen unter das Motto ATV gestellt und in Zusammenarbeit mit OM aus Ludwigslust einige ATV-Versuche gestartet. Das aus dem 22Km entfernten Ludwigslust gesendete ATV-Signal auf 23cm wurde mit einer 23-Element-Tonna Yagi, einem 40dB-Vorverstärker und einem Sat- Receiver mit B5 und T5 empfangen. Ein weiterer Versuch mit dieser Anlage bescherte uns ein B3-Testbild von DB0HEX (auf dem Brocken) über eine Entfernung von 152Km. Ein dritter Versuch wurde auf 13cm mit einer Yagi- Antenne, einem Chaperal-Converter und SAT-RX durchgeführt. Über 54Km Entfernung sahen wir in B4/T4 zwei schöne Videos von DG3SWA mit der Umgebung von Schwerin und dem Relaisstandort. Die anwesenden OM waren beeindruckt, mit welch einfachen Mitteln ein ATV- Signal zu empfangen ist. (Günther, DG6SXB) *-* |
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