Anamorph oder 16:9 ------------------ Da liegt der klassische Fall von "ein Begriff für 2 verschiedene Sachen" vor: Man muss unterscheiden: zum Einen 16:9 als Bezeichnung für ein bestimmtes Bildseitenformat, zum Anderen 16:9 als Bezeichnung für ein bestimmtes Codierungsverfahren bei der Übertragung/Speicherung von Inhalten. Bei einer Blu-Ray hat das gespeicherte Bild durchaus ein 16:9-Bildseitenformat, wird aber nicht anamorph codiert (im Umgangssprachlichen 16:9 codiert) auf der Blu-Ray abgelegt, sondern mit der vollen Pixelzahl von z.B. 1920x1080. Auf einer DVD wird das anamorphe Verfahren angewandt, da diese einfach gesagt nur "4:3"-Bildseitenformate abspeichern kann (720x576). D.h ein Bild in einem 16:9-Bildseitenformat wird dann in die Länge gezogen abgelegt (Stichwort "Eierköpfe"), um die volle Pixelfläche auszunutzen. Und mit diesem Trick, den man dann als 16:9 bezeichnet, kann man dann auch eine Breitbild in hoher Qualität auf einer DVD speichern. Das Abspielgerät kann da wieder ein richtiges Breitbild daraus machen, d.h. durch die 16:9-Kennung zieht es das Bild wieder in die Breite. Fehlt dieses Flag oder die Kennung, kommt es zum berühmten "Eierkopf"-Effekt... (forum.digitalfernsehen.de) http://de.wikipedia.org/wiki/Anamorphe_Bildaufzeichnung Schwarze Ränder links und rechts im TV-Bild: Das liegt einfach daran, dass viele SD-Kameras keine echten 16:9-Kameras sind. Da hat man auch oft geschummelt. Die nehmen in 4:3 auf, schneiden ob und unten etwas weg und lassen an den Seiten etwas schwarz - schon hat man 16:9 .... 4:3 und 16:9 sind ja keine echten nativen Formate, beide werden "anamorph" übertragen, da das Kameraformat 720x576 ja weder dem einen noch dem anderen entspricht, sondern 1,25:1. Mit HD wollte man auch das "ausmerzen".