Weihnachten auf der ISS ----------------------- Ein Russe, ein US-Amerikaner und ein Niederländer sind an Bord einer Sojus-Rakete zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Das Raumschiff hob am Mittwoch bei klirrender Kälte von minus 15 Grad Celsius planmäßig vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. Das russische Staatsfernsehen übertrug den Start von dem verschneiten Kosmodrom in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik direkt. Die Rakete mit Oleg Kononenko, Donald Pettit und André Kuipers an Bord habe nach kurzer Zeit wie vorgesehen die Erdumlaufbahn erreicht, sagte ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos. Die Männer sollen an diesem Freitag an der ISS ankoppeln und bis Mai im All bleiben. In dieser Zeit ist mindestens ein Außeneinsatz geplant. www.digitalfernsehen.de update: Das Trio, das am Mittwoch vom kasachischen Baikonur gestartet war, wurde von den Russen Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin sowie US-Astronaut Dan Burbank begrüßt. Die drei hatten in den letzten Wochen allein auf der ISS Wache gehalten. Auf die sechs Astronauten an Bord der ISS wartet in den kommenden Monaten neben den täglichen Routinearbeiten ein strammes Wissenschaftsprogramm mit rund 70 Experimenten. Aber natürlich lässt der Flugplan den Männern zu Weihnachten und Silvester ein bischen Zeit zur Besinnung. Diese beginnt am Heiligen Abend mit dem virtuellen Besuch des niederländischen Weihnachtsmanns Sinterklaas, der traditionell Schokoladenmünzen und Marzipan bringt, und setzt sich in der Nacht zum 1. Feiertag mit seinem US-Kollegen Santa Claus fort. Die drei Russen müssen zwar noch zwei Wochen auf die Bescherung durch Djed moros, Väterchen Frost, warten, doch der Stimmung an Bord tut das keinen Abbruch. Sie können sich um den Weihnachtsschmuck in der Station, zu dem mehrere kleine Plastiktannen gehören, und um den Festtagsschmaus kümmern. Zudem dürfen sich die sechs Männer auf ihr größtes gemeinsames Geschenk freuen: Eine extra Videokonferenz mit ihren Familien. www.spiegel.de 2.update: Gleich 16 Mal überquert die Internationale Raumstation in der Silvesternacht die Datumsgrenze - doch für die sechs Raumfahrer an Bord heißt es nur drei Mal "Prost Neujahr". Die Besatzung stößt jeweils dann an, wenn es am Sitz des Kontrollzentrums in Moskau, im Hauptquartier der US-Weltraumbehörde NASA in Houston sowie nach Greenwich-Zeit Mitternacht ist. Das teilte das Flugleitzentrum am Samstag laut Nachrichtenagentur Interfax mit. Auf Sekt muss die Crew allerdings verzichten - Alkohol ist an Bord der ISS streng verboten. Allerdings wartet ein Festmahl auf die Raumfahrer: Schwarzer Kaviar wird ebenso gereicht wie frisches Obst und Gemüse, Räucherwurst, Nüsse und Schokolade. www.digitalfernsehen.de