Zusammenfassung der Abschlussdiskussion "Rückbau auf DFMG-Standorten - Was nun?" (zur 23. IPRT Darmstadt) von Holger Flemming, DH4DAI Die Frage, woher die Zahlen 4 Antennen und 100 W Spitzenleistung kommen, konnte nicht geklärt werden. Einig war man sich darin, dass diese nur als "politische" Größen verstanden werden könne, die an den Realitäten automatischer Amateurfunkstationen vorbei gingen. Selbstverständlich sei es dagegen, dass Funkamateure beim Aufbau ihrer Stationen verantwortungsvoll vorgehen und Sicherheitsbestimmungen einhalten müssten. Auch in Bezug auf den Energieverbrauch baue sich inzwischen ein verstärktes Bewusstsein auf. Neben den Forderungen der DFMG wurde aber auch der VFDB vor allem seiner Informationspolitik wegen kritisiert. Mehrere Betreiber von betroffenen Digipeatern bestritten, persönlich Informationen vom VFDB erhalten zu haben. Eine Information der Amateurfunköffentlichkeit fände praktisch nicht statt, obwohl die Thematik wie kaum eine andere die breite Masse der Funkamateure betreffe. Deutlich verwahrten sich die Aktiven dagegen, einen Digipeater mit mehr als vier Antennen als "Wildwuchs" zu bezeichnen, wie es aus der VFDB-Vorstandsmeldung herauszulesen sei. Es gäbe durchaus einige Großnetzknoten mit vielen Hochfrequenzstrecken, die hervorragend mechanisch und elektrisch realisiert seien. Generell herrschte Skepsis, was die Zukunftsaussichten von Amateurfunkstationen auf DFMG-Standorten betrifft. Von einigen Funkamateuren wurde gar die Sorge geäußert, die aktuellen Rückbauforderungen könnten erst der Anfang einer Entwicklung sein, an deren Ende der komplette Verlust dieser Standorte für den Amateurfunk stände. Wünsche für die Verhandlungen Als Minimalforderung an die Verhandlungen zwischen VFDB und DFMG für ein Überleben von Digipeater und Relais auf DFMG-Standorten kristallisierte sich heraus, dass statt der Spitzenleistung die Durchschnittsleistung, z.B. gemittelt über einen Tag oder eine Woche, spezifiziert werden müsse. 100 W Durchschnittsleistung seien mit stromsparender Technik durchaus erreichbar, wogegen 100 W Spitzenleistung praktisch für jeden Digipeater das Aus bedeuteten. Selbsverständlich wünschen sich die Funkamateure auch eine größere Flexibilität bei Antennenanzahl und -größe. (aus PR, gekürzt)