Gamma-Korrektur --------------- Bei Bildröhren-Monitoren muss der sogen. Gamma-Wert im Bildsignal korrigiert werden, weil man sonst auf dem Bildschirm nicht die richtige Grauwertabstufung bekommt. Diese Gamma-Korrektur hat den Zahlenwert 0,5 und wird aus historischen Gründen in der TV-Kamera vorgenommen. Dies war anfangs, als es noch viel mehr Fernseher als Kameras gab, die billigere Lösung und wurde nie geändert. Deshalb ist noch heute in jeder Studio-Kamera, im Camcorder und in der Webcam eine Gammakorrektur von 0,5 eingebaut. Wäre ein lineares TV-System nicht besser? Die Antwort ist nein, denn unsere Augen sind für Änderungen in dunklen Bildbereichen empfindlicher als in hellen Bereichen. Beim Empfang eines schwachen Fernsehsignals (analog) wird Rauschen ins Bildsignal eingefügt, und das wäre in einem linearen System in dunklen Bereichen viel besser sichtbar. Das interne Gamma-Verhalten der Bildröhre komprimiert aber dieses Dunkelrauschen und kompensiert so einigermaßen die Empfindlichkeitskurve unserer Augen. Bei Computern gilt das gleiche Dilemma - sie nutzten jahrelang Bildröhren-Monitore zur Wiedergabe der Farbbilder, aber jetzt werden immer mehr LCD-Bildschirme eingesetzt. Deren Graustufen-Skalierung und die Farbabstufung muss auf die der Bildröhren angepasst werden, um vor allem bei Fotos und Videos die gleiche Farbwiedergabe zu erreichen. Im "Menue" kann man meistens die Gamma-Kurve auf 2,0 einstellen (notfalls auch in den "erweiterten Eigenschaften" der Grafikkarte im PC).