Naturkatastrophen können noch so weit weg sein - in unserer heutigen Welt haben sie direkt oder indirekt auch immer Einfluss auf uns. Ein aktuelles Beispiel ist die Flutkatastrophe in Thailand, die unzählige Menschleben gekostet hat und viele Teile des Landes verwüstete. In Thailand wird ein beachtlicher Teil der weltweit benötigten Festplatten hergestellt. Die Flut hat die Produktion von Festplatten und deren Bestandteile fast zum Erliegen gebracht. So ist laut Pressemitteilungen beispielsweise die Produktionsstätte des Motorenherstellers Nidec überflutet. Fatal, denn das Unternehmen stellt drei Viertel der weltweit benötigten Festplattenmotoren her. Wann die Produktion wieder normal läuft, weiß keiner. Die Preise für Festplatten sind entsprechend in den letzten Tagen sprunghaft gestiegen. (www.computerwissen.de) update: Rohstoff-Engpässe drohen ebenfalls: www.digitalfernsehen.de/Experte-Elektronikbranche-drohen-Rohstoff-Engpaesse-Interview.76973.0.html update2: Die hohen Preise treffen die gesamte IT-Branche, denn die Festplatten kommen in Geräten wie Videorekordern und PCs zum Einsatz, aber auch in Rechenzentren. Bei den Set-Top-Boxen sollen die erhöhten Preise vorerst von den Receiver-Herstellern und Pay-TV-Anbietern abgefedert werden, trotzdem ist auch hier eine Preissteigerung zu erwarten. Bis in Thailand wieder alle Bänder laufen, wird noch einige Zeit vergehen. "Erst im September ist die Produktion wieder auf dem gleichen Level wie vor der Flut", sagt Coughlin, der eine Beratungsfirma mit dem Schwerpunkt Datenspeicher betreibt und im internationalen Ingenieursverband IEEE Vizepräsident ist. Für die Reparaturen und den Aufbau neuer Fabriken müssen Western Digital, Seagate und Toshiba viel Geld in die Hand nehmen. Die Investitionen belaufen sich laut Coughlin auf rund eine Milliarde Dollar.