Erläuternde Ergänzung zu den Messwerten in Tabelle 2 im TV-AMATEUR 163, S.20 ---------------------------------------------------------------------------- ZL2TAR: Exciter SR Systems DVB-S MiniMod set to CW output (= ohne Modulation!) Die SR-Systems DATV-Exciter haben eine praktische Funktion: die Modulation kann abgeschaltet werden, so dass der HF-Träger am Ausgang auf den schmalbandigen Spitzenwert ansteigt. Die "Input"- und "Output"-Angaben in Tabelle 2 sind also keine praktisch im DATV-Sendebetrieb nutzbaren Werte, im Tabellenkopf steht nicht umsonst "-1dB Kompression!" Normalerweise sollten sogen. 20-Watt-PAs mit einem QPSK-Signal bis etwa 10 W mittlere Leistung betrieben werden, mit COFDM (DVB-T) sinkt die nutzbare Leistung auf 3 Watt. In einer von ZL2TAR geplanten Messreihe sollen die Spektrumanalysator-Bilder der PA-Eingänge mit den Ausgängen bei angelegter DATV-Modulation verglichen werden. DL4KCK Anmerkungen von Hermann, DJ5OX (Sysop von DB0TVA): der RA30H4047M-PA-Baustein liefert MIT QPSK-MODULATION max. 10 Watt (gemessen mit termischem Leistungs- Messkopf) bei ca. -30 dBc Schulterabstand. Das in Tabelle 2 angegebene Verhältnis von 1,3 mW Input zu 30 W Output (CW) ist nicht nachvollziehbar! Reaktion darauf von ZL2TAR (Übersetzung DL4KCK): ----------------------------------------------- Der folgende Teil meiner Artikelserie über MOSFET-PA-Module wird hoffentlich in CQ-TV 236 herauskommen. Er erläutert die Folgen (z.B. Außerband- Abstrahlungen und schlechtere Inband-Qualität) bei Abweichungen von den Einstellungshinweisen im vorigen Teil und zeigt Spektrumanalysator-Bilder der PA-Ein- und Ausgangssignale. Die Hinweise beruhen auf Maßgaben des Modulherstellers "Mitsubishi Electric Company", wenn Anwender die nichtlinearen FM-Module im Linear-Modus betreiben wollen. Als Zusammenfassung kann man sagen: 1. justiere den Ruhestrom auf bestmögliche Linearität, 2. stelle die Höhe der HF-Ansteuerung auf die gewünschte Ausgangssignal- Qualität ein. Leider kenne viele Funkamateure diese Maßgaben nicht oder reduzieren aus Sparsamkeit bewusst den recht hohen Ruhestrom. Die abgebildete Grafik aus dem Mitsubishi-Datenblatt (Figure 3) zeigt die Abhängigkeit der Verstärkung vom jeweiligen Ruhestrom. Man kann leicht 10 dB Gewinn verlieren, wenn der Ruhestrom niedriger als empfohlen eingestellt wird. Außerdem ist die Verstärkung in geringerem Ausmaß von der Höhe der Betriebsspannung abhängig. Die Angaben in Tabelle 2 kann ich bis auf plus/minus 1 dB Genauigkeit bestätigen, beruhend auf den im Test benutzten Hewlett-Packard-Messgeräten. Beim Einsatz des RA30H4047M-Moduls für 70-cm-DVB-S fanden die Clubmitglieder einen festen Abschwächer mit 3 oder 6 dB zwischen dem RS-Systems-Minimod und dem PA-Modul sinnvoll. Dann kann der Minimod in seinen höheren Ausgangspegel- Stufen feiner justiert werden als in den niedrigen, und man vermeidet besser die drei höchsten Pegelstufen. Bei den höchsten "Input-Power"-Angaben in Tabelle 2 auf 435 MHz war zusätzlich ein Klasse-A-Treiberverstärker (BGD802 Cable TV Amp) hinter dem Exciter eingeschleift. Bei den 1284 MHz-Messungen war das ein M67715-Modul. In allen Fällen wurden ein Richtkoppler und ein Spektrumanalysator zwischen Treiberverstärker und PA-Modul eingesetzt, um eine Verschlechterung des Signals durch den Treiber auszuschließen. Doug Ingham, ZL2TAR