Antennen-Tipps -------------- (Afu-)Relais bringen selten die max. mögliche Eingangsempfindlichkeit, denn oftmals werden RX und TX an derselben Antenne betrieben, die notwendigen steilflankigen Filter dämpfen zusätzlich. Und selbst wenn nur der RX an der Antenne hängt, geht es meist nicht ohne Filter, weil ATV-Relais in der Regel auf von weiteren Funkdiensten belegten Standorten stehen. Da sind manchmal solch abartige Feldstärken in der Luft, dass das Relais nicht ohne Filter mit zus. Dämpfung auskommt. Wir können hier in Hannover ein Lied davon singen. Mit einem Stück Draht und einer Diode kann man am Relaisstandort Akkus laden, hi... Oft unterschätzt wird die Eignung einer Antenne im oberen UHF- bzw. SHF-Bereich. Gängige Yagis (Flexa, Tonna) sind für den Schmalbandbereich des 13 cm-Bandes knapp oberhalb 2320 MHz dimensioniert und recht schmalbandig. Da gehen sie eigentlich ganz gut. Liegt die Relaiseingabe bei 2329 MHz oder drüber, nimmt der Gewinn wegen der Aufzipfelung des Strahlungsdiagramms dramatisch ab. Da geht manchmal ein Viertelwellendraht besser. Weiterhin verstimmen sich solche Antennen, wenn sie nass werden oder sich Eis darauf bildet. Die einzige mir bislang bekannte wirklich gut im ATV-Bereich funktionierende 13cm-Yagi ist von SHF-Design. Sie ist zwar etwas teurer, gegenüber Flexa oder Tonna aber haushoch überlegen. Das Geheimnis liegt darin, dass die Antenne ohnehin breitbandiger ist, dadurch auch deutlich geringer auf Wettereinflüsse reagiert. Ich habe lange ein Band tiefer (23 cm) mit einer Tonna gekämpft, Tests mit zwei Flexa-Modellen waren auch nicht wirklich erfolgreich. Nach dem Wechsel auf SHF-Design ging die Sonne auf. Besser als Yagis eignen sich für ATV im 13 cm-Band Drahtgitterspiegel. Lechner hat z.B Antennen, die von Stelladoradus gebaut werden und gute Ergebnisse bringen. http://lechner-cctv.de/artikel_einzeln.p...bv5itd6n8nl8ll6 Top ist die sog. "Matratze", zu beziehen bei ID-Elektronik für viel Geld. http://www.id-elektronik.de/produkte/13cm/index.htm Ein OM hier hat zuvor mit der Tonna für ein wackeliges 13 cm-Signal am Brocken >20W gebraucht. Nachdem er sich den 20 dB-Drahtgitterspiegel gekauft hat, ging es ab 1W rauschfrei. Ansonsten wurde eigentlich alles gesagt. Es lohnt sich wirklich, mal Punkte zu suchen, wo sich Feldstärkemaxima verbergen. Ich habe damals mit einem Dosenerreger und einem Spektrumanalyzer mein Dach zeilenweise abgetastet, bis ich trotz eines 170 m hohen Berges mitten im Ausbreitungsweg zum Relais ein stabiles rauschfreis 13 cm-Signal empfangen konnte. Dorthin habe ich meine RX-Antenne gebaut. 10 GHz geht hier nicht, zuviel QSB. Vy 73 Wilfried, DJ1WF (www.hamradioboard.de)