ATV-Relais DB0NRW ----------------- ...ich habe nach 2 1/2-jaehriger Wartezeit nun die Betriebsgenehmigung fuer das ATV-Relais DB0NRW erhalten. Das Relais wird auf dem Kesselhaus des RWE-Kraftwerkes Bergheim-Niederaussem betrieben werden. Das Relais steht 175 m ueber Grund, also 256 m ueber NN. Die Koordinaten sind 6.40.22,25 Ost und 50.59.36,18 Nord. Die Ausgabefrequenz liegt auf 5,712 GHz, eine Eingabe liegt im Lowpower-Bereich 1,251 GHz und die zweite Eingabe ist auf der Frequenz 10,420 GHz. Die Aus- und Eingaben werden FM-analog betrieben. Da noch einige Vorbereitungen getroffen werden muessen, werde ich abhaengig von der Wetterlage den Betrieb ohne weitere Ankuendigung aufnehmen. Bei dieser Gelegenheit moechte ich es nicht versaeumen, die Blockadehaltung der Frequenzinhaber anzusprechen. Es gibt keine Frequenzen, z.B. im 3 cm- und im 1.25 cm-Band, da noch nie oder lange nicht genutzte Frequenzen nicht zurueckgegeben werden, obwohl sie mangels vorhandener oder wegen unguenstiger Standorte nicht genutzt werden koennen. Dieses Thema sollte einmal ausfuehrlich in einem Artikel des TV-AMATEUR behandelt werden. MfG Peter Reissdorf, DH3PR update Ende Januar 2011: TX auf 5712 MHz in Betrieb, Einzelheiten auf der Webseite www.db0nrw.com Ergaenzung von DL4KCK zum gleichen Thema: ----------------------------------------- FREQUENZ GESUCHT (rps) fuer ein Relais in Erkelenz. Theo, DG2KCB, moechte im Siebzigzentimeterband eine weitere Relaisfunkstelle aufbauen, am besten im D-STAR-Modus. Leider ist laut Auskunft der Bundesnetzagentur im westlichen Nordrhein-Westfalen in diesem Band keine einzige Frequenz mehr frei. Der Protest der AGZ, dass eine eingehende Bandbeobachtung gleich etliche freie Kanaele zutage foerdert, wurde damit beantwortet, dass viele koordinierte und natuerlich auch zugeteilte Relaisfrequenzen gar nicht genutzt werden und nur auf dem Papier bestehen wuerden. Deshalb nun ein Aufruf von Theo, DG2KCB. Fuer das Relais DM0UHF wird dringend eine weitere Siebzigzentimeterfrequenz gesucht. Weiss jemand, ob ein Digipeater, ein FM- oder Multimode-Relais seine zugeteilte Frequenz nicht mehr nutzt oder zum Beispiel wegen Hamnet QRT macht? Diese Frequenz moechte ich fuer DM0UHF gerne uebernehmen. Die Ablage - ob 7,6 oder 9,4 MHz - ist zweitrangig. Fuer Infos waere ich sehr dankbar! Wer kann weiterhelfen? Infos bitte an Theo, DG2KCB, Sysop von DM0UHF, oder an die Redaktion. KOMMENTAR (rps) Besser kann man es nicht aufzeigen: Das System der Koordination automatischer und fernbedienter Amateurfunkstellen ist am Ende. Wenn in einem Ballungsraum auf unabsehbare Zeit keine Frequenzen mehr verfuegbar sind und man den Amateurfunkdienst in wichtigen Teilen experimentell nicht mehr verwirklichen kann, dann stellt das nicht nur die so genannten Bandplaene massiv in Frage, sondern das gesamte Verfahren. Dessen Rechtsgrundlagen sind sowieso ueberholt: "Automatisch" und "fernbedient" ist heute naemlich ueberhaupt kein Kriterium mehr. Ausnahmslos jede Packet-Radio-, PSK31- oder Pactor-Station faellt darunter, auch wenn der Funkamateur daneben sitzt. Digital ist naemlich immer irgendwie "automatisch" und meist auch "fernbedient": Der PC steuert den Sender, und nicht der Mensch. Streng genommen bedarf auch so etwas der zusaetzlichen Rufzeichenzuteilung und einer Koordination. In den Siebzigerjahren, als diese Regelungen erstmals entstanden, gab es derartige Technologien im Amateurfunk nicht. Die Begrifflichkeiten passen nicht mehr in unsere Zeit. Was frueher die Ausnahme war, ist heute der Normalfall. Zusammen mit dem in AGZ-Sicht nicht rechtskonformen Festhalten der Bundesnetzagentur an unverbindlichen Bandplaenen privater Vereine und der damit kuenstlich herbeigefuehrten Frequenzknappheit ist es laengst an der Zeit, diesen Ballast ueber Bord zu werfen und neue zukunftsorientierte Regelungen zu schaffen. Die Freigabe des Betriebs von unbemannten Amateurfunkanlagen jedweder Art in Frequenzbereichen, die uns primaer und exklusiv zugeteilt sind, koennte ein guter Anfang sein. Ralph, DC5JQ (AGZ-Rundspruch 17.10.2010)